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Die Büste der Nofretete im Neuen Museum

Die Nofretete
Kurz gesagt: Die Büste der Nofretete steht im Nordkuppelsaal im zweiten Stock des Neuen Museums, in einem eigenen Raum, dessen grün-blaues Farbkonzept eigens für ihre blaue Krone gewählt wurde. Fotografieren ist in diesem Raum untersagt; aus dem angrenzenden Raum heraus dürfen Sie sie aufnehmen.
StandortNordkuppelsaal, zweiter Stock
MaterialKalkstein, bemalter Stuck
EntstandenAmarna-Zeit unter Echnaton
Datierungum 1353–1336 v. Chr.
GefundenAmarna, 1911–1913
In Berlinseit 1913

Wo genau sie steht

Der Nordkuppelsaal liegt im zweiten Stock, und die Büste hat ihn für sich allein. Das ist eine museale Entscheidung mit Folgen: Es gibt keine Vitrinenreihe daneben, keine zweite Attraktion im selben Raum, nichts, was ablenkt. Die Farbgebung des Raums, grün und blau, wurde so gewählt, dass die blaue Krone zur Geltung kommt. Wer aus dem Treppenhaus kommt, sieht sie dadurch schon aus einiger Entfernung.

Der Weg dorthin führt von der James-Simon-Galerie ins Neue Museum und dann nach oben. Gehen Sie zuerst hin, bevor Sie sich im Erdgeschoss festlaufen — der Saal wird im Lauf des Tages voller und leert sich nicht wieder. Wie Sie zum Eingang kommen, steht unter Anfahrt.

Wie sie nach Berlin kam

Die Büste stammt aus den deutschen Grabungen in Amarna, die zwischen 1911 und 1913 stattfanden. Seit 1913 ist sie in Berlin. Sie gehörte zunächst zur Privatsammlung des Kaufmanns und Mäzens James Simon, der sie 1920 dem Ägyptischen Museum schenkte. Der Name begegnet Ihnen spätestens beim Hineingehen wieder: Das Eingangsgebäude der Museumsinsel heißt James-Simon-Galerie.

Was Sie tatsächlich vor sich haben

Die Büste ist aus Kalkstein gearbeitet und mit einer bemalten Stuckoberfläche überzogen. Sie entstand in der Amarna-Zeit unter Echnaton, also etwa zwischen 1353 und 1336 v. Chr. Das erklärt einiges an ihrer Wirkung: Die Amarna-Kunst arbeitet weicher und beweglicher als das ägyptische Bildschema davor und danach. Was den meisten Besuchern zuerst auffällt, ist die Farbigkeit — und dass ein Auge nicht ausgearbeitet ist.

Die Reaktionen darauf sind ungewöhnlich einheitlich. Amber aus Großbritannien schrieb am 5. Juli 2026, Queen Nefertiti sei das Schönste, was sie je gesehen habe. Paolo aus Italien nannte am 22. August 2026 die ägyptische Sammlung besonders schön, vor allem die Büste. Solche Sätze schreiben Leute selten über eine Vitrine.

Die Fotoregel, und warum sie durchgesetzt wird

Im Nordkuppelsaal ist Fotografieren untersagt. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Regel, auf deren Einhaltung das Personal achtet. Erlaubt ist die Aufnahme aus dem angrenzenden Raum heraus — von dort haben Sie die Büste durch die Türöffnung im Blick, und genau dieses Bild kennen Sie vermutlich schon. Geführte Gruppen werden zudem gebeten, ihre Erklärungen in die Räume davor zu verlegen, damit es im Saal selbst leise bleibt. Alle Einzelheiten stehen unter Fotografieren im Neuen Museum.

Tipp von uns

Legen Sie das Handy weg, solange Sie im Saal sind. Die zwei Minuten, in denen Sie nichts anderes tun, sind der eigentliche Grund für den Besuch — das Foto machen Sie danach von nebenan.

Wann Sie fast allein sind

Der Saal ist klein und die Büste ist der Grund, warum viele Leute überhaupt kommen. Entsprechend hängt alles an der Uhrzeit. Werktags direkt zur Öffnung um 10 Uhr sind Sie den Reisegruppen voraus. Werktags nach 15 Uhr wird es ein zweites Mal ruhiger. Am Wochenende bleibt nur das Fenster zwischen 11.30 und 13 Uhr, und auch das ist ein Kompromiss. Die vollständige Übersicht steht bei den Öffnungszeiten.

Bleiben Sie danach im Haus

Wer nach zwanzig Minuten wieder draußen ist, hat das Ticket halb genutzt. Im selben Haus stehen der Berliner Grüne Kopf, der Goldhut, die Troja-Funde und ein Neandertaler-Schädel; das steht unter was es zu sehen gibt. Welches Ticket Sie für all das brauchen, erklären wir unter Eintritt und Tickets.

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Häufige Fragen

Wo steht die Büste der Nofretete?

Im Nordkuppelsaal im zweiten Stock des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel, in einem eigenen Raum. Der Eingang für alle Besucher ist die James-Simon-Galerie, siehe Anfahrt.

Darf man die Nofretete fotografieren?

Im Nordkuppelsaal nicht — dort ist Fotografieren untersagt und die Regel wird durchgesetzt. Aus dem angrenzenden Raum heraus dürfen Sie fotografieren.

Wie alt ist die Büste der Nofretete?

Sie entstand in der Amarna-Zeit unter Echnaton, etwa zwischen 1353 und 1336 v. Chr., aus Kalkstein mit bemalter Stuckoberfläche.

Wie kam die Nofretete nach Berlin?

Aus den deutschen Grabungen in Amarna von 1911 bis 1913; seit 1913 ist sie in Berlin. Sie war in James Simons Privatsammlung, bis er sie 1920 dem Ägyptischen Museum schenkte.

Wann ist es an der Nofretete am ruhigsten?

Werktags zur Öffnung um 10 Uhr oder werktags ab 15 Uhr; am Wochenende zwischen 11.30 und 13 Uhr. Mehr dazu bei den Öffnungszeiten.

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